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Essen (dpa) - Theo Albrecht, einer der beiden Gründer des Discount-Riesen Aldi, ist tot. Albrecht sei am Samstag im Alter von 88 Jahren in seinem Geburtsort Essen gestorben, hieß es in einer Erklärung der Unternehmensgruppe Aldi Nord. "Aldi trauert um einen Menschen, der gegenüber seinen Geschäftspartnern und Mitarbeitern bescheiden auftrat und sie immer mit großem Respekt behandelte." Als Unternehmensgründer und Pionier im Discounthandel habe Albrecht jahrzehntelang die Geschicke der Unternehmensgruppe geprägt und eine Unternehmensphilosophie auf Basis klassischer Kaufmannswerte entwickelt. Auf Albrecht seien tiefgreifende Innovationen im deutschen Einzelhandel zurückzuführen, erklärte das Unternehmen unter Verweis auf das Discountsystem. Albrecht habe seit Beginn seines unternehmerischen Handelns auf "uneingeschränkte finanzielle Solidität" gesetzt. "Aus diesem Grund hat die Unternehmensgruppe Aldi Nord bis heute keinerlei Verbindlichkeiten." Der Firmengründer habe bereits zu Lebzeiten eine Nachfolgeregelung für die Zukunft der Gruppe gefunden. Seit einigen Jahren werde das Unternehmen von Managern geführt, "die unabhängig von Theo Albrecht und seiner Familie alle operativen Entscheidungen treffen". Quelle: http://magazine.web.de/de/themen/finanzen/wirtschaft/10886546-Aldi-Gruender-Theo-Albrecht-ist-tot.html
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Duisburg (dpa) - Die Zahl der Todesopfer nach der Massenpanik bei der Duisburger Loveparade hat sich auf 21 erhöht. In der vergangenen Nacht sei eine 25 Jahre alte Frau aus Heiligenhaus bei Essen im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Das sagte der Duisburger Staatsanwalt Rolf Haverkamp der dpa. Die Todesopfer der Loveparade sind durch Brustquetschungen ums Leben gekommen. Sie seien erstickt, berichtete die Duisburger Staatsanwaltschaft am Dienstagabend über die Obduktionsergebnisse. "Anhaltspunkte für Stürze aus großer Höhe als Todesursache haben sich nicht finden lassen." Zuvor hatte bereits die Ministerpräsidentin von Nordrhein- Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), gesagt, dass die tödlichen Verletzungen ausschließlich auf das Gedränge zurückzuführen seien. Drei Tage nach der Katastrophe wurden die Leichen zur Bestattung freigegeben. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) will am heutigen Mittwoch über weitere Ermittlungsdetails berichten. Der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch) zufolge wird er einen vorläufigen Bericht vorlegen, der die Lopavent GmbH um Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller schwer belasten soll. Wie die "SZ" berichtet, soll sich Lopavent mehrfach über Bedenken der Behörden hinweggesetzt haben. Die Firma habe völlig falsch berechnet, wie sich die Besucherströme auf dem Gelände verteilen. Bei der Massenpanik am Rande der größten Techno-Party der Welt waren am Samstag in Duisburg 21 Menschen ums Leben gekommen. Es gab mehr als 500 Verletzte. Auch auf Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland wächst weiterhin der Druck. Der CDU-Politiker will einem Zeitungsbericht zufolge nicht an der geplanten Trauerfeier teilnehmen. Sauerland wolle "die Gefühle der Angehörigen nicht verletzen und mit seiner Anwesenheit nicht provozieren", sagte ein Sprecher der Duisburger Stadtverwaltung der "Rheinischen Post" (Mittwoch). Die Zeitung zitierte zudem Polizeikreise, dass auch Sicherheitsbedenken zu der Entscheidung geführt hätten. Es seien Morddrohungen gegen Sauerland ausgesprochen worden. Die Stadtverwaltung war am Dienstagabend nicht für eine Bestätigung erreichbar. Sauerland steht seit dem Unglück im Zentrum heftiger Kritik. Unterdessen werden die Rufe nach Konsequenzen für künftige Großveranstaltungen lauter. So will das Land Nordrhein-Westfalen neue bundeseinheitliche Regelungen für solche Events erreichen. Ministerpräsidentin Kraft kündigte am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Düsseldorf an, sie wolle sich bundesweit für einen besseren Umgang mit Großveranstaltungen einsetzen. Städte - vor allem solche, die damit wenig Erfahrung haben - dürften nicht alleingelassen werden. Einen Vorstoß werde NRW in der Innenministerkonferenz unternehmen. Auch die Innenexperten von SPD und CDU, Dieter Wiefelspütz und Wolfgang Bosbach, verlangten Mitspracherechte für übergeordnete Behörden. Entsprechend äußerten sie sich im "Kölner Stadt-Anzeiger" beziehungsweise in der "Rheinischen Post" (Mittwoch). Mit Blick auf die gegenseitigen Schuldzuweisungen wies die Polizei Vorwürfe zurück, wonach sie die Massenpanik am Zugangstunnel des Geländes ausgelöst hat. Loveparade-Veranstalter Schaller hatte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa erklärt, zur Katastrophe habe eine "verhängnisvolle Anweisung" der Polizei geführt, die Schleusen vor dem Tunnelzugang auf dem Gelände zu öffnen. In der "Bild"-Zeitung (Mittwoch) verteidigte Schaller das Sicherheitskonzept. "Alle Auflage, die wir bisher geprüft haben, haben wir zu 100 Prozent erfüllt." Quelle: http://magazine.web.de/de/themen/nachrichten/panorama/10884510-Loveparade-21-Todesopfer.html
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Die Love Parade 2010 endete, aufgrund einer Katastrophalen Fehlplanung der Stadt Duisburg und dem Veranstalter, in einem absoluten Chaos mit vielen Toten und Verletzten! Nach aktuellem Stand gab es insgesamt 19 Tote und mehr als 340 zum Teil schwer Verletzte Menschen. Zudem gab der Veranstalter am Sonntag bekannt, dass dies die letzte Love Parade war. Noch am Samstagmorgen freuten sich viele Raver und Party-Freunde auf eine fröhliche Party mit lauter Musik und viel Spaß. Allerdings entpuppte sich die Love Parade 2010 schnell als die größte Fehlplanung, bei einer öffentlichen Veranstaltung, die man bisher gesehen hat. Gegen etwa 17 Uhr kam es am Samstagnachmittag in Duisburg zu dem furchtbaren Ereignis das viele Todesopfer und Verletzte forderte: Einige Teilnehmer rannten über die gesperrte Autobahn A 59 neben dem Festivalgelände südlich des Duisburger Hauptbahnhofs und wollten von dort aus in den Tunnel in der Karl-Lehr-Straße. Dieser wurde dann allerdings zu einem gefährlichen Nadelöhr und dort ist es dann zu einer Massenpanik gekommen. Von den insgesamt 1,4 Millionen Menschen die sich auf der Love Parade 2010 dabei waren, versuchten viele durch den kleinen Tunnel zu kommen. Dabei wurde dieser Tunnel so gefüllt, dass viele Menschen einfach umgestoßen wurden. Einige lagen sogar am Boden, als immer mehr Personen in die Unterführung drängten. Dieses Chaos führte zu bisher 19 bekannten Todesfällen und zu weit über 340 Verletzten. Einige Personen konnten noch vor Ort reanimiert werden, bei anderen kam jede Hilfe zu spät. Hinzu kam, dass nur 1000 Sicherheitskräfte vom Veranstalter, und 4000 Polizisten für die Love Parade eingeteilt wurden. Sicherlich hat kein Mensch mit einer solchen Massenpanik gerechnet, dennoch war von Anfang an völlig klar, dass die Zahl der Sicherheitspersonen und Helfer viel zu gering war. Da wurde sicherlich am falschen Ende gespart! Hinzu kam die Katastrophale Fehlplanung des Streckenverlaufs und der jeweiligen Zonen auf dem Festivalgelände. Auch die Wege dorthin waren viel zu eng und für eine solche Menschenmasse lange nicht ausreichend. Dann unterlief den Veranstaltern der nächste grobe Fehler: Anstatt die Party zu beenden, wurde die Menschen die auf dem Gelände feierten. nicht einmal mitgeteilt was passiert war. Die Musik lief weiter und während nur wenige Meter entfernt Menschen starben wurde weitergefeiert. Erst gegen 18 Uhr wurde die Besucher aufgerufen nach Hause zu gehen. Die Musik dröhnte unterdessen trotzdem weiter und fast alle tanzten weiter. Fehlplanungen führten zum Chaos Dann das nächste Problem: Die Rettungskräfte versuchen sich durch die Menschenmassen zu kämpfen um an die Verletzten Personen in den Tunnel zu kommen, dieses gelang jedoch kaum. Aus diesem Grund konnten vielen der Todesopfer auch nicht rechtzeitig geholfen werden. Angesichts der hohen Besucherzahl von 1,4 Millionen war es für die Polizei- und Rettungswagen kaum möglich an den Ort des Geschehens zu kommen. Am Ende landeten Sanitätshubschrauber auf der Autobahn und versuchten so an die Opfer zu kommen. Der Horror war vielen der Besuchern, die das Chaos im engen Tunnel miterlebten, deutlich ins Gesicht geschrieben. Sie wollten feiern, doch dann fand die Party ein bitteres Ende. Junge Menschen durchlitten sie Todesangst und sahen Menschen sterben. Ein junges Mädchen irrte nahe dem Hauptbahnhof umher. Sie sah aus als kam sie aus einem Kriegsgebiet, mit einem zerrissenen Oberteil und ohne Schuhe, weint sie leise vor sich hin. Von solchen und ähnlichen Szenen haben nach dem Chaos der Love Parade 2010 viele Augenzeugen berichtet. Am Sonntag, einen Tag nach der Love Parade, folgte ziemlich schnell die logische Konsequenz zu dieser Tragödie. Der Organisator der Loveparade, Rainer Schaller, hat das „Aus“ der Loveparade verkündet. Somit wird es nie wieder eine Love Parade in Deutschland geben. „Worte reichen nicht aus, um das Maß meiner Erschütterung zu erklären“, sagte Schaller. „Mir ist alles daran gelegen, die Geschehnisse vollständig aufzuklären.“ Dieser Wunsch wird dem Veranstalter sicherlich gewährt. Die Tragödie von Duisburg wird mit ziemlicher Sicherheit noch ein langes Nachspiel haben. Bleibt nur zu hoffen, dass diejenigen, die diese Fehlplanungen machten, auch ausreichend zur Rechenschaft gezogen werden. (fr)
Read more about Love Parade 2010: Das Desaster in Duisburg forderte 19 Todesopfer : Topnews.de by www.topnews.de
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Unter dem Motto "The Art of Love" geben sich bei der diesjährigen Loveparade in Duisburg die DJ-Größen der Welt wieder die Plattenteller in die Hand. Unter anderem sind David Guetta, Fedde Le Grand beim weltweit größten Techno-Event dabei - und später auf der 1LIVE Rocker und Freunde Party. Nach einem Jahr (Zwangs-)Pause gibts am 24. Juli 2010 die 19. Loveparade. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Duisburg werden wieder rund eine Million Techno- und Elektrofans erwartet. Die Loveparade zieht 2010 nicht durch die Stadt. Parade und Abschlussveranstaltung finden auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs statt. Die insgesamt 15 Floats werden ab 14 Uhr im Kreis um eine alte Güterhalle fahren.
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Es fing alles eigentlich ganz harmlos an. Martin war ein sehr ruhiger und selbständig lernender Schüler. Man musste als Lehrer nie viel bei Martin erklären. Irgendwie hatte er einen richtigen Wissensdurst, den er gerne stillte. Nie störte er den Unterricht, ärgerte andere Mitschüler oder spielte anderen irgendwelche Streiche. Tja so war Martin, bis zum heutigen Tag. Dieser Tag veränderte alles was man über Martin sagen konnte oder über ihn dachte. Ich persönlich glaube sogar das es schon lange so geplant worden ist von Martin; weil er es einfach satt hatte in irgendwelche Schubladen gesteckt zu werden. Aber in welche Schubladen kann man schon Schüler stecken? Oh, da gibt es eine ganze Menge an "Schubladen" die Mitschüler und Lehrer gerne füllen. Sei es das anderen der eigene Name nicht gefällt, die Klamotten die man trägt, der Haarschnitt der selbstgemacht ist ( Friseurbesuche sind hat sehr teuer), die musik die man in der Pause hört oder einfach nur die Anwesenheit in der Schule. Es gibt so viele verschiedene Gründe und Begründungen, das es wirklich schon komisch ist das sich immer noch alle in diesem "Schubladen-Denkverfahren" befinden. Und jetzt stand er völlig ausser Atem am Flussufer und wusste nicht mehr was er jetzt noch tun konnte. Nach Hause gehen ging nicht, da würden sie zuerst nach ihm suchen. Zu einem seiner wenigen Freunde würde auch nicht gehen. Er wollte niemanden mit rein ziehen. Also ging er langsam aber zielstrebig zum Bahnhof. Einfach in einen Zug einsteigen und die Stadt wechseln. Das würde bestimmt helfen. Dabei war es ihm auch ganz egal in welche Stadt die Reise ging; hauptsache niemand kannte ihn dort. Endlich wieder einmal unerkannt in einem Cafe sitzen und das Leben genießen. Dieser Gedanke gefiel ihm . ob es wirklich so einfach sein würde, in einer neuen Stadt neu anzufangen? So ganz ohne Kontakte, Job und Familie? Er würde es nur herausfinden wenn er diesn Schritt wagte. Und nach allem hier ... wäre es vielleicht die einzigste Möglichkeit! Am Bahnhof kaufte er sich ein Ticket für den nächsten Zug. Die Reise ging nach Hamburg. Über diese Stadt wusste er nicht viel. In einem Kiosk holt er er sich noch etwas Verpflegung für die Reise, bevor er sich auf den Bahnsteig begab.
(P.S.: Liebe Leser, sie dürfen sich gerne beteiligen.)
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Manchmal ist es schon sehr komisch mit ansehen zu müssen wie manche Schüler sich um Kopf und Kragen bringen; nur weil sie der Meinung sind ( wie fast jeder Teenager); das sie der Nabel der Welt sind. Welche Eltern vermitteln ihren Kinder ein so völlig verkehrtes Weltbild? Seit wann sind die Kinder der Nabel der Welt? Haben Eltern den wirklich keine Lust mehr auf Erziehung und Wertevermittlung? Ist es den meisten Eltern wirklich so egal was aus ihren Kindern einmal werden soll? Wieso schneiden gerade soviele Kinder aus ärmlichen Verhältnissen in der Schule so schlecht ab? Liegt es wirklich immer nur an anderen das man Fehler macht und diese nicht umgehen kann? All dies und noch viel mehr wird hier in den nächsten Tagen einen große Rolle spielen; wenn es darum geht das Leben von Martin C. zu beleuchten und heraus zu finden warum gerade er diese Tat begangen hat. Eine Tat, wie es schlimmer gar nicht mehr geht. Eine Tat, die zeigt das nichts auf dieser Welt unsere Kinder noch retten kann; außer vielleicht aktivere Eltern egal aus welchen Verhältnissen sie stammen. Seit gespannt auf die Fortsetzung.
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Neu Hier Meldet Euch Einfach. . . Beiße nich . . 
Na, melden geht auch hier in beide Richtungen;)
gruß
Thorsten
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Deutschland - England 2:1: Vor 41.000 Zuschauern in Bloemfontein schwört sich die DFB-Elf vor dem Spiel im obligatorischen Spielerkreis auf die Partie gegen England ein. Die deutsche Elf hat mit dem 4:1-Erfolg über England ein Stück WM-Geschichte geschrieben und beweist aufs Neue den unbändigen Zusammenhalt und Charakter, den dieses Team ausmacht. Für Fabio Capello und seine Engländer ist die Blamage gegen den ewigen Rivalen der Tiefpunkt einer Weltmeisterschaft, die von Enttäuschungen geprägt war. Die englischen Spieler lungerten in ihren Sitzen, Ashley Cole links hinten in der letzten Reihe, davor Wayne Rooney. Der sah noch blasser aus als nach drei durchzechten Nächten, unfähig, auch nur sein Handy zu bedienen. Gleich daneben, allerdings mit entgegengesetzter Fahrtrichtung, startete das Vehikel des DFB in die gleißenden Scheinwerferlichter der Kameras, auf zum Triumphzug durch Bloemfontein und vom hiesigen Flughafen zurück in ihr WM-Quartier bei Pretoria. WM-Historie in Bloemfontein Die Engländer blieben zurück. Erschüttert in ihren Werten, demoralisiert und mit Hohn und beißendem Spott der landsmännischen Journalisten überschüttet. Die 40.510 Zuschauer im Free State Stadium zu Bloemfontein waren ein paar Minuten davor Zeuge eines der erstaunlichsten Spiele der WM-Geschichte geworden. Eine skurrile Mischung aus Unglaube und Fassungslosigkeit war zu vernehmen, die Worte "Wembley" und "München" gleichgestellt mit "Free State" und "Bloemfontein". "Es gab ein paar Drinks" Nach ein paar Bieren schlichen Deutschlands Helden durch die Mixed Zone. "Es gab ein paar Drinks in der Kabine", deutete Arne Friedrich einige alkoholische Durstlöscher an, die sich die Mannschaft verdient hatte nach diesem Spiel. Dieser Demonstration. Dieser Kampfansage. Es gibt Spiele, da werden Helden geboren. Einzelne Spieler, die eine Partie entscheiden oder entscheidend beeinflussen. In Bloemfontein wurde der Welt eine deutsche Mannschaft präsentiert, die wie ihre vielen Vorgänger auch Angst und Schrecken verbreitet - aber mit einer offensiven, sympathischen Art. Neue Form des Zusammenhalts Das 4:1 gegen das als einer der großen WM-Favoriten gehandelte England war eine Ansage an die Konkurrenz: Hier sind wir! Wir sind schnell, wir sind hungrig und wir sind ein Team. "Ich bin jetzt seit acht Jahren bei der Nationalmannschaft. Aber so einen Teamgeist und Zusammenhalt wie in dieser Mannschaft habe ich noch nicht erlebt", sagte Friedrich. Es sind die alten Zitate, die diese Mannschaft zu bestätigen versucht. Eine Mannschaft ohne echten Weltklassespieler schlägt eine Ansammlung von Stars ohne Konzept und Zusammengehörigkeitsgefühl. Oder kurz: Form schlägt Klasse. Löws Plan geht auf Dass dabei auch die beiden Trainer einen großen Anteil am Ausgang der Partie hatten, macht den Verlauf der 90 Minuten noch unglaublicher. Joachim Löw erscheint im Vergleich zu Fabio Capello wie ein Lehrling. Der Bundestrainer hat nicht die Aura, nicht die Vita und schon gar nicht die Erfolge des Italieners vorzuweisen. Aber er hatte neben einer intakten Mannschaft auch einen zwar einfachen, aber doch sehr effektiven Plan ausgegeben: Ballbesitz für den Gegner. "Wir wollten England spielen lassen. Wir wussten, dass sie Probleme haben, wenn sie das Spiel machen müssen. Und dass wir dann die Stiche nach vorne setzen, weil wir die Qualität dazu haben, war uns klar", sagte Kapitän Philipp Lahm. Müller überragt in neuer Rolle Dazu ein paar taktische Umstellungen: Müller als Freigeist in den Räumen und nicht mehr nur auf dem rechten Flügel, Mesut Özil hinter der feindlichen Linie Gareth Barry und Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira, die durch das Zentrum Druck auf das englische Mittelfeld machten und so immer wieder den langen Ball des Gegners erzwangen. "Das war heute zweifellos von unserer jungen Mannschaft eine grandiose Leistung gegen erfahrene Engländer. Wir haben taktisch hervorragend gespielt", lobte Löw seine Spieler. Aber er lobte sich damit auch ein wenig selbst. England hatte in der ersten Halbzeit große Probleme, Capello aber blieb bei seinem 4-4-2 und nahm die numerische Unterzahl im entscheidenden Spieldrittel hinter der eigenen Mittellinie in Kauf. Eine fatale Fehleinschätzung, die spätestens durch die beiden Blitzkonter mit Müllers Torerfolgen ad absurdum geführt wurde. Was wird aus Fabio Capello? Der Italiener wollte sich nach der Partie nicht zu seiner Zukunft äußern. Nur so viel: Nach der Rückkehr nach London wolle er sich mit der FA zusammensetzen und die WM analysieren. Bei einem Sieg aus vier Spielen, nur drei erzielten Toren und einer vernichtenden Niederlage gegen den alten Rivalen bleiben Capello aber nicht mehr viele Argumente übrig. Als Nachfolger wurden bereits am Sonntagabend noch Harry Redknapp, der als TV-Kommentator im Free State Stadium das Debakel live vor Ort erlebte, und Roy Hodgson gehandelt. 54 gute Sekunden der Engländer Es gab im Spiel zwei Knackpunkte, die die deutsche Mannschaft entweder mit Glück oder aber Geschick überstehen konnte. Frank Lampards Schuss tropfte von der Querlatte eindeutig und eigentlich für jeden im Stadion sichtbar hinter die Linie. Das uruguayische Schiedsrichtergespann aber entschied nicht auf Tor. Es wäre das 2:2 gewesen, nur 54 Sekunden nach dem überraschenden Anschlusstreffer. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Mannschaft ihren Faden verloren, auch in den Minuten nach der Halbzeit drückte England und war für eine kurze Zeit die bessere Mannschaft. "Das Ghana-Spiel war wichtig für diese Partie" Dann aber zeigte Deutschland, dass es aus dem Zitterspiel gegen Ghana gelernt hat und daran auch ein ganzes Stück gewachsen ist. "Das Ghana-Spiel war wichtig für diese Partie heute", sagte Lahm. "Daraus konnten wir eine ganze Menge mitnehmen für das Spiel gegen England." Die Mannschaft zog sich in der Folge selbst wieder aus ihrer bedrohlichen Lage, so wie es echte Spitzenmannschaften machen: Kühl und effizient. Im Endeffekt gewährte sie den Engländern nur 54 Sekunden auf Augenhöhe - auch wenn der Gegner ein paar Minuten optisches Übergewicht hatte. Deutschland braucht niemanden zu fürchten Zwei gestochen scharfe Konter bedeuteten die höchste WM-Niederlage Englands aller Zeiten und die Bestätigung für dieses junge Team: Wir können bei dieser WM auch die ganz Großen schlagen. "Wir sind sicherlich nicht in der Favoritenrolle", beschwichtige Löw zu hohe Erwartungen. "In einem Turnier gibt es immer unterschiedliche Situationen und Spiele. Wir müssen nun wieder ganz hart arbeiten, denn die nächsten Gegner werden ja noch schwieriger." Aber zumindest hat die Mannschaft jetzt schon einen Sieg für die Ewigkeit gelandet. Quelle: 2010 Spox Quelle: http://sport.freenet.de/wm2010/nachbericht-deutschland--england-41-ein-sieg-fuer-die-ewigkeit_1782460_489876.html
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Die internationale Presse überschlägt sich nach dem 4:0-Auftaktsieg gegen Australien mit Lob für die deutsche Nationalmannschaft. "Deutschland macht Angst", schrieb die "AS". Deutschland - Australien (4:0) AUSTRALIEN Sydney Morning Herald: "Komplette, vollkommene Katastrophe für Verbeek und die Socceroos. Ein deutsches Team auf dem Weg nach oben demütigte zum Teil ein australisches Team auf dem Weg nach unten. Zu viel Tempo, zu viel Bewegung, zu groß, zu stark, zu fähig, zu verdammt gut!" The Age: "Die Deutschen haben eine Fußball-Lektion erteilt und hatten genug Chancen, doppelt so hoch zu gewinnen. So groß war ihre Überlegenheit. Die Socceroos sahen nie so aus, als könnten sie ein deutsches Team gefährden, das mit Tempo, Kraft und Präzision spielte und sein Versprechen erfüllte, Australien komplett zu zerpflücken." England The Sun: "Deutschland brachte Licht in die Weltmeisterschaft, als es in der letzten Nacht eine wahrhafte Fußball-Lehrstunde erteilte. Und es vervollständigte ein Wochenende voller Elend für alle englischen Fans. Können wir das Turnier noch einmal beginnen, Mr. Blatter?" Daily Mirror: "Diese Vuvuzelas sind nur ein Zehntel so nervig wie der Gedanke, dass Deutschland wieder ins Finale kommen wird." The Times: "Je mehr sich Deutschland verändert, desto mehr Dinge bleiben dieselben. Dies waren Deutsche, aber nicht auf die Art, wie wir sie kennen. Deutschland nahm Australien auseinander, spielte um sie herum und lies sie schließlich gedemütigt zurück. Dies war eine Mannschaft mit demselben Hauch von Ballerinas wie von Bulldozern." Daily Mail: "Pass auf, England! Deutschland wartet! Es war erbarmungslos, überraschend extravagant und absolut mühelos. Die Deutschen wurden der Arroganz beschuldigt, als der neue Kapitän Philipp Lahm erklärte, man wolle den Gegner mit den spielerischen Fähigkeiten beherrschen. Es stellte sich als alles andere als Arroganz heraus." SPANIEN AS: "Deutschland macht Angst. Das war eine deutsche Kandidatur auf den WM-Sieg." Marca: "Das neue Deutschland ist der Wahnsinn. Diese Mannschaft ist anders, sie will den Ball und streichelt ihn. Sie spielt Fußball mit Eleganz." Sport: "Ein spektakuläres Deutschland überrollt Australien mit einem beängstigenden Sieg für die kommenden Gegner." ITALIEN Gazzetta dello Sport: "Löws Kinder pfeifen auf die alten Australier, wie Teenager, die sich über Erwachsene lustig machen, die die modernsten Technologien nicht kennen. Der erste Erfolg der Deutschen ist jedoch auch das Resultat von Qualität und Taktik, die man nicht mit Reife, sondern mit hartem Training erlernt". Tuttosport: "Das multikulturelle Deutschland beeindruckt. Jugend und Technik besiegen die australischen Opas. Das ist natürlich erst der erste Schritt, doch die anderen Teams sind gewarnt: Deutschland ist gefährlich." Corriere dello Sport: "Das Baby-Deutschland ist beeindruckend und macht Angst. Gestern hat die Mannschaft Australien mit einer fast übertriebenen Leichtigkeit überrollt. Löw hat eine außerordentliche Mannschaft mit einer großartigen Zukunft aufgebaut. Dieses Deutschland hat wirklich nichts mit den bisherigen Mannschaften zu tun. Die technische Qualität ist sehr hoch." Repubblica: "Deutschland ist eine Tormaschine. Solide, pragmatisch, charismatisch und oft sogar raffiniert: Die Australier sind in diesen vier Jahren sehr gealtert. Sie erinnern keineswegs an die Mannschaft, die Italien vor vier Jahren beim Achtelfinale unter Druck gesetzt hatten. Vier Tore sind ein phantastischer Start, der die Deutschen vom Stereotyp eines Fußballs mit viel Muskeln und keiner Phantasie befreit." Corriere della Sera: "Das neue Deutschland: Phantasie an der Macht. Löws Mannschaft erteilt Australien eine Lehre von schönem Fußball. Mesut Özil hat der Welt erklärt, warum er bald zu den fünf absolut besten Spielern zählen wird. Das junge und multiethnische Deutschland hat phantastisch gespielt und den besten Fußball seit Beginn der WM gezeigt." NIEDERLANDE De Telegraaf: "Traumstart für Deutschland, Australien bezieht Prügel. Australien hatte keine Antwort auf den deutschen Angriff, der wie ein weißer Tornado über den Rasen fegte." SÜDAFRIKA The Star: "Deutscher Blitzkrieg versenkt Australien. Das war ohne Zweifel einer der sportlichen Höhepunkte, die Durban je gesehen hat. Mit diesem Sieg hat Deutschland eine klare Botschaft gesendet." The Citizen: "Von Deutschland hat wie schon vor der WM 2006 niemand etwas erwartet, diesmal auch, weil ihnen Michael Ballack gefehlt hat. Aber Ballack hat an diesem Abend keiner vermisst." Daily Sun: "Deutschland erledigt Australien." BRASILIEN Folha: "Mit überzeugendem Fußball und einem Tor von Cacau überrollt Deutschland Australien." Estadao: "Deutschland mit neuem Gesicht und Fußball-Show. Endlich gelingt einem Titelfavoriten ein überzeugender Sieg bei der WM." Lance: "Deutschland siegt, überzeugt und bewies, dass es zu den Titelkandidaten gehört. Haltet ein Auge auf die Deutschen." O Globo: "Deutschland sorgt für das erste WM-Schützenfest." ARGENTINIEN Ole: "Deutschland machte was es wollte mit Australien. Die Europäer zeigten, dass die Abwesenheit von Ballack nicht ins Gewicht fällt." Clarin: "Deutschland kommt immer im Stillen zur WM und sorgt dann für mächtig Lärm. Das musste Australien am eigenen Leib erfahren." La Nacion: "Deutschland hat sich das Hemd eines Titelanwärters angezogen und Australien vom Platz geprügelt." URUGUAY Ovacion: "Deutschland gab der WM Fußball und Tore. Das war das Beste, was wir bislang im Turnier gesehen haben." Ghana - Serbien (1:0) SPANIEN AS: "Der erste Sieg der Afrikaner dank eines komischen Handspiels. Jetzt wird es verdammt schwer für das Antic-Team." SÜDAFRIKA Daily Sun: "Die Black Stars strahlen hell. Ghanas Fans sorgten für echte afrikanische Stimmung." Business Day: "Ghana macht Afrika stolz. Sogar Südafrikas Fans unterstützen die Black Stars." Sowetan: "Yes, we Gyan! Ghana hat die WM in den zweiten Gang geschaltet. Beim Schlusspfiff explodierte das Stadion." ITALIEN Gazzetta dello Sport: "Gyan Asamoah, der Held Afrikas. Ghana ist die erste Nationalmannschaft des Kontinents, die in Südafrika siegt. Serbien startet schlecht. Die Mannschaft ist voller talentierter Spieler, denen es jedoch an Mut fehlt. Tuttosport: "Ghana bleibt seinem Ruhm treu, Afrikas Brasilien zu sein. Serbien macht von Anfang an verheerende Fehler. Die statische Mannschaft ist nie wirklich gefährlich geworden". NIEDERLANDE De Volkskrant: "Ein Sieg für ganz Afrika." De Telegraaf: "Gyan Asamoah war für kurze Zeit der meist bejubelte Mann in Afrika." Algerien - Slowenien (0:1) SPANIEN AS: "Der algerische Torwart war der beste Partner der Slowenen." SÜDAFRIKA The Star: "Ein Torwart-Patzer beschenkt Slowenien. Algerien verliert wegen eines Anfängerfehlers." Sowetan: "Ein erneuter Aussetzer zerstört die Hoffnungen Algeriens." ITALIEN Corriere dello Sport: "Ein zweiter Green schenkt Slowenien ein Tor. Algeriens Tormann Chaouchi macht einen Fehler wie sein englischer Kollege. Die WM hat erst begonnen, doch es hagelt schon Fehler der Torhüter." Tuttosport: "Fehltritt Chaouchis, Slowenien feiert. Dabei hatte Algerien seit 24 Jahren auf dieses Spiel gewartet. Die Bitterkeit hätte nicht größer sein können. Freude bei den Slowenen, die den Sieg verdient haben". Quelle: http://sport.freenet.de/wm2010/wm-2010-deutschland-macht-angst_1722866_489876.html Quelle: 2010 Spox
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